Oct 13

Als die Geschichte vorgestern publik gemacht wurde, haben wir uns schon gefragt, ob die amerikanische Regierung das Ernst meint. Die iranischen Al-Quds-Brigaden bezahlen einen iranisch-amerikanischen Gebrauchtwagenhändler dafür, dass er ein mexikanisches Kartell anheuert, den saudischen Botschafter in die Luft zu jagen. In einem Restaurant mitten in Washington. Hatte da jemand zu viel Fernsehen geschaut? Hat gar Hollywood die Finger im Spiel? Oder ist was dran an dieser Story, die uns da zwischen Tagesthemen und Nachtjournal aufgetischt wurde? Weiterlesen »

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Jul 21

America

Während der Murdoch/News Corp-Skandal überall durch die Nachrichten tobt, lohnt sich ein Blick auf die Machenschaften der Gangster, die unsere freien Medien, auf die wir einst so stolz waren, übernommen haben. Wer die faszinierende Befragung von Rupert und James Murdoch gestern im Fernsehen verfolgt hat, konnte nicht umhin, sich zu fragen, ob die Ankläger nicht mehr Angst hatten als der Angeklagte, ob nicht der eine oder andere Politiker um seine eigene Karriere fürchtete. Schließlich gab man sich in London scheinbar mit einer einfachen Entschuldigung zufrieden: ”Es tut mir leid, ich habe keine unmittelbaren Kenntnisse von der Affäre.” Und er kam damit durch. Stimmt, es ist eine berechtigte Frage, wie der Besitzer einer Aktiengesellschaft mit rund 50.000 Mitarbeitern über jeden Schritt dieser Männern und Frauen Bescheid wissen soll, aber ist das nicht ein wenig zu einfach? Ich bin geneigt zu glauben, dass Rupert Murdoch nicht die Zeit hat, um jeden Mitarbeiter in seinem Unternehmen zu kontrollieren, also auch nicht die  Armee von hoch bezahlten Managern, Rechtsanwälten, Editoren und so weiter.

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