In Oakland hat sich bereits angekündigt, das die Behörden langsam aber sicher genug haben von campenden Demonstranten in amerikanischen Innenstädten. Man könnte jetzt lange über die Privatisierung des öffentlichen Raums diskutieren, die “legale” Demonstrationen öffentlichen Ärgers quasi unmöglich gemacht haben. Oder aber über die Tatsache, dass es in Oakland die Behörden waren, die eine friedliche Kundgebung mit Gewalt aufgelöst haben. Stattdessen werden wieder einmal die Demonstranten dämonisiert, man spricht jetzt von einer Radikalisierung der Bewegung und die konservative Rechte in den Vereinigten Staaten reibt sich bereits die Hände. Terror von links, was könnte es Schöneres geben.
Als die Geschichte vorgestern publik gemacht wurde, haben wir uns schon gefragt, ob die amerikanische Regierung das Ernst meint. Die iranischen Al-Quds-Brigaden bezahlen einen iranisch-amerikanischen Gebrauchtwagenhändler dafür, dass er ein mexikanisches Kartell anheuert, den saudischen Botschafter in die Luft zu jagen. In einem Restaurant mitten in Washington. Hatte da jemand zu viel Fernsehen geschaut? Hat gar Hollywood die Finger im Spiel? Oder ist was dran an dieser Story, die uns da zwischen Tagesthemen und Nachtjournal aufgetischt wurde? Weiterlesen »
Ein halbes Jahr nach Fukushima hat sich das westliche Medieninteresse längst verzogen. Dabei gibt es Grund genug, die Nachrichten aus Japan weiter Ernst zu nehmen: Denn der Fallout aus dem Atomkraftwerk in Fukushima breitet sich nicht nur über die gesamte Insel aus, sondern auch tief im Ozean, von wo die Radioaktivität sich langsam verteilt – auch gen Westen in Richtung USA. Die Auswirkungen auf den gesamten Globus lassen sich nur erahnen. Weiterlesen »
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Jetzt ist es also tatsächlich passiert. Standard & Poors, die berühmt-berüchtigte Rating-Agentur, hat amerikanischen Staatsanleihen zum ersten Mal in der Geschichte das Top-Rating entzogen. Unter Berufung auf den politischen Stillstand, der zur Zeit zwischen Republikanern, Demokraten und Obama herrscht, warnte Standard & Poors ausserdem, dass weitere Herabstufungen folgen werden, wenn sich die Dinge nicht ändern. Davor hatten sich alle gefürchtet und wir sind gespannt, ob tatsächlich ernste Konsequenzen für die USA eintreten. Es scheint wahrhaftig so, als würden die größten Fische jetzt Opfer ihres eigenen, größenwahnsinnigen Systems. Weiterlesen »
Während sich die Schuldenkrise ihrem (ersten?) Höhepunkt nähert, stellt sich die Frage, wie amerikanische Konservative gedenken mit diesem Thema in Zukunft umzugehen. Der konstante Konflikt zwischen Ideologie und Realpolitik, über den sich die Konservativen in den letzten 50 Jahren definiert haben, hat die Partei in eine Sackgasse geführt. Man wird sich dort kaum den politischen Konsequenzen von parteipolitischen Gezänk und Missgunst entziehen können – gerade im Hinblick auf die Schuldenkrise. Nicht, dass die Demokraten ein anderes, besser Bild abgäben. Aber die jüngsten Versuche, eine zunehmend dysfunktionale Debatte weiter zu politisieren und die daraus resultierende, negative Reaktion der amerikanischen Bevölkerung zeigen, dass es nicht einfach werden wird, sich aus diesem selbst herbei geführten Dilemma wieder zu befreien. Zudem droht durch die Tea Party eine Radikalisierung, die es auch gemäßigten Republikanern unmöglich machen wird, in Senat und Kongress argumentativ zu punkten. Weiterlesen »
